Insgesamt kann auch aufgrund der EEG-Umlage, die einen Teil der Förderkosten auf den Strompreis rechnet, der Eindruck entstehen, die erneuerbaren Energien und insbesondere der Solarstrom würden den Strompreis in die Höhe treiben. Was bei dieser begrenzten Betrachtung jedoch nicht beachtet wird, ist der gegenläufige, Kosten senkende Effekt der erneuerbaren Energien. Dieses Phänomen betiteln die Fachleute als „Merit-Order-Effekt“ an der Strombörse. An der Leipziger Strombörse wird täglich der Großhandelsstrompreis für den Folgetag bestimmt. Dieser ist abhängig von Angebot und Nachfrage. Gerade mittags, wenn die Stromnachfrage nun am höchsten ist, speisen aber auch die Solaranlagen ihren Strom ein und senken so den Börsenpreis. In der Theorie müsste auch der Stromendkunde von den günstigeren Strompreisen profitieren. Die großen Konzerne geben diese Einsparungen allerdings nur sehr zögerlich bis gar nicht an die Endkunden weiter.